VAN CANTO - TRIBE OF FORCE Drucken
Geschrieben von: Constantin Vering   
Freitag, 09. April 2010 um 13:01 Uhr


Genre: a capella metal
Label: napalm records
Releasedatum: 26.02.2010
Homepage: www.vancanto.de
MySpace: www.myspace.com/vancanto
CD kaufen: www.amazon.de


Wie gewohnt wartet das Sextett mit Coverversionen der Klassiker auf, setzt aber bewusst auch auf  
Eigenkreationen, die den etablierten Bands in nichts nachstehen.
Bei den angesprochenen Coverversionen handelt es sich um „Master of Puppets“ dem zweiten 
Metallica Song, dessen Van Canto sich annehmen. Mit „Master of Puppets“ zeigen die sechs, dass sie weit mehr sind als eine Cover-Band. Wo auf dem Debütalbum „A Storm to come“ der Song „Battery“ weitgehend originalgetreu nach gesungen wurde, interpretieren Van Canto „Master of Puppets“ auf ihre ganz eigene Art. Das zweite Cover ist „Rebellion“ DIE Grave Digger Hymne, bei der es sich Chris Boltendahl nicht nehmen ließ, selbst zu singen.

Die eingangs erwähnten Eigenkompositionen haben etwas sehr interessantes an sich, denn sie klingen weniger nach Van Canto als nach anderen großen Bands. Fester Bestandteil ihres Live - Repertoires sind Coverversionen bekannter Songs. Die neuen Eigenkompositionen klingen nun WIE bekannte Songs.

Der geneigte Hörer überlegt also ständig, „ der Song ist doch von XY, aber kenne ich das Original?"
Das beste Beispiel ist „Frodos Dream“, ein wunderbarer Song, der zu 100% nach Blind Guardian, gecovert von VAN CANTO, klingt
ES ABER NICHT IST!  Denn dieser Song ist Eigentum der Band. 
Genau das ist es, was VAN CANTO großartig macht, da sie dieses „Spiel“ perfekt beherrschen. Dieses „Das-klingt-wie–Phänomen“ setzt sich bei den anderen Songs fort: „Hearted“ klingt nach Sonata Arctica, „Water-Fire-Heaven-Earth“ nach Nightwish (Anm.d. Verf. : sollte Inga mal ein Nebenprojekt suchen: bei Nightwish wäre noch die Stelle der Sängerin zu besetzen!).

Das VAN CANTO sich einen Namen in der Szene gemacht haben ist auch an den diversen Gastauftritten spürbar.
So stellen  neben Chris Boltendahl  auch Tony Kakko (Sonata Arctica) und Victor Smolski (Rage) ihr Talent unter Beweis.
Ein furioser Battle zwischen „echter“ Gitarre (Smolski) und gesungener „vocal-lead-guitar“ tun ihr übriges um dieser Platte einen unglaublichen Sound zu verleihen.

Bleibt aber der gewohnte Haken: VAN CANTO sind und bleiben Geschmackssache.
Für Fans des „a-capella-metals“ ist dieses Album ein Muss, den Unentschlossenen fehlt es wohl an den „Großen“ Krachern mit einem höheren Widererkennungseffekt, um sich anschließend der Fangemeinde anzuschließen.

Constantin 8 von 10

 
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